Einführung
In unserer Quickguide Reihe zeigen wir dir immer kurze knackige Anleitungen zum Buchen einzelner Geschäftsfälle.
Heute geht es darum, wie du einen Umsatz, samt Mehrwertsteuer im Soll und Haben verbuchst.
Wir wenden in unseren Tutorials eine vom Standard abweichende Lesart eines Buchungssatzes an. Statt „von Soll and Haben“ bei der SOLL immer links steht und Haben immer rechts, haben wir es genau umgedreht:
Von Ausgangskonto (HABEN) an Zielkonto (SOLL).
Ausgangskonto ist hierbei das Konto, was den Zahlungsfluss einleitet.
Zielkonto ist das, wo das Geld hingeht.
Diese Art der Darstellung bietet unserer Meinung nach eine viel bessere Lesbarkeit. Im Vergleich zur traditionellen Schreibweise, bringt die neue Methode den Geldfluss viel besser zum Vorschein. – Am Endergebnis ändert das nichts.
Wichtiger Hinweis
Geldfluss bedeutet nicht gleichbedeutend, dass vom Ausgangskonto Geld abgeht und beim Zielkonto drauf. Das Prinzip wird einzig durch die vier Kontenarten bestimmt:
| Kontenart | Haben | Soll |
|---|---|---|
| Ertragskonto | ↑ | ↓ |
| Aufwandskonto | ↓ | ↑ |
| Aktivkonto | ↓ | ↑ |
| Passivkonto | ↑ | ↓ |
Hinweis: Pfeil hoch: Saldo steigt an - Betrag wird auf das Saldo aufgerechnet. Pfeil runter: Saldo fällt ab - Betrag wird wird vom Saldo abgezogen.
Möchtest du mehr darüber erfahren, oder verstehen, wie die doppelte Buchführung funktioniert, schau dir dieses Tutorial an.
Dieses Prinzip nutzt auch Tax Monkey. – Du nutzt Tax Monkey noch nicht für eine Buchhaltung? Dann wird es höchste Eisenbahn! Registrier dich noch heute. Die ersten 30 Tage gehen auf uns.
Steigen wir ein.
Einen Umsatz verbuchen - SKR04
Das folgende Beispiel richtet sich im SKR04 Kontenrahmen von Datev. Die Bezeichnung der Buchungskonten kann von deinen abweichen, je nach dem, wie dein Kontenplan gestaltet ist.
Dieses Beispiel zeigt einen Umsatz mit 19% Mehrwertsteuer:
| Buchung No. | Betrag (Beispiel) | Ausgangskonto (HABEN) | Zielkonto (SOLL) | Bemerkung |
|---|---|---|---|---|
| 1 | 150,00 € | 4400 Erlöse 19% USt. (+150€) | 1800 Bank (+150€) | Verkaufst du in mehrere Länder, wäre ein Aufteilung der Erlöskonten nach Verkaufsland denkbar. |
| 2 | 28,50 € | 3806 Umsatzsteuer 19% (+28,50€) | 1800 Bank (+28,50€) | Wenn keine Aufteilung nach Steurrate gewünscht, kann auch 3800 Umsatzsteuer genutzt werden. |
Hinweis: Die Beschreibungen zeigen vereinfacht die typische Bedeutung eines positiven Kontosaldos. Die tatsächliche Interpretation hängt vom jeweiligen Konto und dem wirtschaftlichen Zusammenhang ab.
Handelt es sich um einen noch nicht bezahlten Umsatz nimmst du statt deines Bankkontos „1200 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen“
Bei Tax Monkey wird die Zuordnung auf das entsprechende Steuerkonto automatisch vorgenommen. Du musst dafür keine zusätzliche Buchung erstellen.
Erstattungen
Bei einer Retour oder Erstattung eines Umsatz, tauschen sich die Konten:
| Buchung No. | Betrag (Beispiel) | Ausgangskonto (HABEN) | Zielkonto (SOLL) | Bemerkung |
|---|---|---|---|---|
| 1 | 150,00 € | 1800 Bank (-150€) | 4400 Erlöse 19% USt. (-150€) | Verkaufst du in mehrere Länder, wäre ein Aufteilung der Erlöskonten nach Verkaufsland denkbar. |
| 2 | 28,50 € | 1800 Bank (-28,50€) | 3806 Umsatzsteuer 19% (-28,50€) | Wenn keine Aufteilung nach Steurrate gewünscht, kann auch 3800 Umsatzsteuer genutzt werden. |
Outro
So funktioniert die Buchung Umsatzes in der doppelten Buchhaltung.
Hat dir die Beschreibung geholfen? Hast du andere Themen in der Finanzbuchhaltung, die dich noch interessieren? Teil es gern in den Kommentaren.
Hier findest du übrigens ein kompaktes Einsteigertutorial für Tax Monkey.

